PPL - Private Pilot Licence
Der Traum vom Fliegen
...Wer hat ihn nicht schon öfters geträumt?!
Die in Südafrika erworbene PPL (Private Pilot License) kann aufgrund der schwierigen, topographischen (weite Buschlandschaft und VFR-Navigation) und klimatischen Gegebenheiten sowie der Betonung auf das sog. Cockpit - Resource - Management (CRM) als anspruchsvoller als eine in Europa oder in den USA erlangte PPL angesehen werden. Dies wird unter anderem dadurch belegt, daß Flugunfälle in Südafrika überwiegend von Ausländern mit einer JAA/FAA-Lizenz, häufig leider auch durch Selbstüberschätzung, verursacht werden.
In diesem Zusammenhang bieten wir über unsere Bush Pilot School! eine Erweiterung und Vertiefung bestehender Kenntnisse an. Der Bush Pilot Course, konzipiert für JAR/FAA Lizenzinhaber, ist auf die afrikanischen Besonderheiten des Klimas und der Topographie, u.a. High Density Altitude, sowie auf die ungewöhnlichen Schwierigkeitsgrade oder besser Unmöglichkeiten von Landepisten ausgelegt.
Der Schwerpunkt einer südafrikanischen PPL-Ausbildung liegt hingegen also vornehmlich in der didaktisch sorgsamen Erlernung der korrekten Flugzeugführung! Der Pilot fliegt und kontrolliert jederzeit, nicht das Flugzeug! Grundsätzlich kann man hier von einem wesentlichen CVFR-Teilstadium (Controlled Visual Flight Rules) in der eigentlichen PPL-Ausbildung sprechen. Die Theorie dient nur als Beiwerk und Ergänzung zum eigentlichen Verständnis, insbesondere der Principles of Flights.
TH-Aviation-ConneXions bietet den preisgünstigen, südafrikanischen PPL in einer atemberaubenden Landschaft an. Unsere Flugschule liegt in dem klimatisch gemäßigterem Free State. Der Krüger-Nationalpark, die Halbwüste der Kalahari in Botswana, die wunderschöne Ostküste Südafrikas und andere hot spots sind aufgrund der zentralen Lage mit dem Kleinflugzeug schnell erreichbar. Somit sind diese Naturgebiete ideal geeignet für Flugschüler, erfahrene Piloten, Flugsafari-Touristen und Individualurlauber.
Als Deutschsprachiger interessiert man sich nun natürlich über den Ablauf einer solchen englischsprachigen Piloten-Ausbildung. Meine vielfältigen Erfahrungen als Inhaber der südafrikanischen Pilotenlizenz können künftigen Piloten bei Ihrer Entscheidungsfindung hilfreich unterstützen. Gerne stehe ich bei Fragen und Unklarheiten telefonisch oder per e-mail zur Verfügung. Sehr lesenswert sind auch die FAQ. Dort stehen wichtige allgemeine Hinweise und bis dato angefallenden Fragen zur PPL-, CPL- und ATPL-Ausbildung in Südafrika. Zuerst plant man natürlich seinen Urlaub.
Das Free-State, ehemals Oranje Vrystaat genannt, hat über das ganze Jahr nahezu ideale Schulungs-, Flug- und Reisebedingungen. Die Ausbildung kann somit unter entsprechenden Witterungsbedingungen und viel Disziplin in 6 Wochen absolviert werden. Man sollte aber sicherheitshalber 6-8 Wochen Ausbildungszeit einplanen. Die letzten Tage sollten dann zum preiswerten Stundensammeln hire&fly oder gar der Teilnahme an der Bush Pilot School! sinnvoll genutzt werden. In Johannesburg angekommen, wird man von einem Mitarbeiter der Flugschule per Auto abgeholt. Man darf also ruhig ausreichend Gepäck mitnehmen, wenn einem danach ist. Im südafrikanischen Winter, dem Sommer auf der nördlichen Hemisphäre, sollte man auf jeden Fall an warme Kleidung denken! Es wird nachts empfindlich kalt, Minusgrade sind hier normal!
Unsere Flugschule hat eigene Unterkünfte im sog. Rondavel, komfortabel ausgestattete Lodgegebäude. Eine gepflegte Lodge-Unterkunft auf dem Campus bei Selbstversorgung und Waschservice kosten 250 Rand pro Tag. Die Schule hat einen Fahrer, welcher diese zu bestimmten Zeiten in die Stadt fährt. Wenn eigener Transport gewünscht ist, kann ein Fahrzeug gemietet werden. Nach einer kurzen Akklimatisierungszeit wird dann bereits am ersten oder zweiten Tag der erste Flug mit einem Fluglehrer unternommen.
Aufgrund von aktuellen Änderungen im südafrikanischen Luftrecht haben sich die Bedingungen bei der PPL-Groundschool verschärft! Wir empfehlen unseren Kunden vorab die Groundschool (PPL-Theorie) von zu Hause aus vorzubereiten. Hierzu können wir auf das folgende Angebot verweisen, dieses hat vielen unserer Studenten bereits wertvolle Zeit erspart: flyEAA Online. Dann über "shopfront", "e learning courses", "courses for Individuals", "Private Pilot's License Ground School", Kurs auswählen, registrieren und per Kreditkarte zahlen (Kosten zum 16. Juli 2008: 295 Rand). EAA ist unter der Lizenznummer CAA/0176 eine von der südafrikanischen Luftfahrtbehörde anerkannte Groundschool Organisation. Dem angehenden Piloten werden die technischen Begriffe der Luftfahrt in gut erklärten Zusammenhängen geläufig, natürlich in der notwendigen Sprache Englisch. Studenten mit absolviertem Online-Kurs bei flyEAA erhalten Vorzug bei Ihrer praktischen PPL-Ausbildung!
Man macht den Schüler mit der Umgebung, der Platzrunde, sowie dem Übungsgebiet, dem General Flying Area (GFA) bekannt. Das GFA steht nur der Flugschule zum Üben von kritischen Flugsituationen zur Verfügung. In der Platzrunde werden die Prozeduren von Stunde zu Stunde immer feiner und vom Schüler zunehmend routinierter ausgeführt. Sieht der Fluglehrer, dass der Schüler das Prinzip vom Fliegen in der Platzrunde verstanden hat, darf dieser nach 8-15 Stunden erstmals Solo fliegen. Welch erhabenes Gefühl! Endlich, ohne kritisierenden Fluglehrer, ganz alleine fliegen zu dürfen! Man startet den Motor, rollt zur Piste, führt den Funkverkehr mit dem Tower, Abflug, Steigflug, Querabflug, paralleler Gegenanflug mit Lande-Konfiguration, Queranflug und schließlich der Endanflug....meine erste selbständige Landung ...wird alles gut gehen?... Ja, fantastisch! Die Maschine setzt sanft auf, Landeklappen werden eingefahren, und erneuter Start...nach der dritten Platzrunde hat man seinen Solo bestanden. Abends wird dann auch kräftig in der Bar bei mehreren Castles und anderen teils undefinierbaren Gemixen gefeiert: SOLO-Party!!
Mit dem Fluglehrer oder als Pilot-In-Command (PIC) werden immer wieder Notlandungen, Vorsichtslandungen, Stalls (Strömungsabriße) und Motorausfall unmittelbar nach dem Start 'drillmäßig' geübt. Die schnelle Behebung von kritischen Flugsituationen müssen sitzen! Auch die Theorie kommt bei der Flugschule nicht zu kurz. Die Inhalte der südafrikanischen PPL-Ausbildung sind in etwa mit denen der deutschen vergleichbar. Da Südafrika zu den ICAO-Staaten gehört, weichen die Richtlinien eigentlich nur im Fach 'Luftrecht' Air-Law voneinander ab. Leider kann man sich nicht, wie in Deutschland, anhand des PPL-Prüfungsfragenkatalogs vorbereiten. Mit einer guten Theorie-Vorbereitung über flyEAA Online fällt das Bestehen der Theorieprüfungen in Südafrika erheblich leichter! Der Student spart viel Zeit vor Ort für die praktische Ausbildung! Die Groundschool-Theorie in Südafrika dient an sich zur Untermauerung der Flugpraxis. Beide Gebiete sollen sich ergänzen, man verlangt nicht das halbe Wissen von Universitätsabsolventen. Fernerhin liegt der Schwerpunkt in der praktischen Ausbildung, und die hat es definitiv in sich! Unsere Flugschule stellt alle notwendigen Theoriebücher wie das Piloten-Handbuch und das Funk-Arbeitsbuch Radio-workbook bereit. Das Piloten-Logbuch, eine oder mehrere ICAO-Flugkarten und das Navigations- und Rechenwerkzeug, das sog. Whizzy wheel. Auf Wunsch wird auch ein Flug-Kalkulator, ein digitalisierter Rechner, zur Verfügung gestellt. Es macht aber Sinn, sich von der Pieke an, mit dem manuellen Whizzy wheel vertraut zu machen. Denn auch ein Rechner kann bei Neuberechnungen während des Fluges seinen elektronischen Dienst versagen - und dann macht sich eine gute Piloten-Grundlagenausbildung definitiv bezahlt!
Das theoretische Basiswissen wird dann in kurzen Briefings durch den Fluglehrer mündlich als auch anhand von Tafeldarstellungen und Miniaturexemplaren erläutert. Im Selbststudium wird dieses Wissen abends noch einmal vertieft. In der Regel müssen abends auch Aufgaben gelöst werden, welche am nächsten Morgen dann zusammen besprochen werden. Hierdurch wird sichergestellt, ob der Flugschüler auch alles verstanden hat. Es macht daher absolut Sinn sich bereits vor Ankunft in Südafrika in aller Ruhe mit der Theorie vertraut zu machen, unsere Studenten empfehlen flyEAA Online.
Innerhalb der ersten 10 Tage wird die begrenzte Funk-Lizenz Restricted Radio Licence über die Flugschule vergeben. Das Augenmerk liegt dann natürlich im intensiven Training der Funk-Prozeduren in der Theorie, aber insbesondere in der Luft beim Fliegen. Der PPL-Theorietest wird in der Regel ab der dritten Woche geschrieben. Als Multiple-Choice Test wird in den folgenden Fächern geprüft:
Luftrecht
Meteorologie
Navigation
Technik und Grundlagen des Fliegens© www.th-aviation-connexions.com
Die Prüfungen werden in den Lehrräumen der Flugschule auf dem Computer als Multiple-Choice Prüfungen unter Aufsicht geschrieben, gleich im Anschluss ausgewertet und ausführlich besprochen. Die Fahrt zur Behörde bleibt also erspart. Insgesamt übernimmt die Flugschule alle im Zusammenhang mit Behörden aufkommende Arbeit für die Studenten. Diese dürfen sich ganz und gar dem Lernen und dem Fliegen widmen.
In der dritten Woche werden ein oder zwei Überlandflüge Cross-Country Flüge mit dem Fluglehrer geplant. Hierzu gehört das Anfertigen von Flugplänen, notwendig u.a. bei Einflug in kontrollierten Flugräumen (controlled airspace), und das Berechnen von Strecken, Geschwindigkeiten, Flughöhen, Altitudes oder Flight-Levels, Treibstoffverbräuchen und Flugzeiten. Der Flugplan muß spätestens 30 min. vor Abflug zum ATC, Air-Traffic-Control, gefaxt werden. Diese vergeben dem PIC und somit dem Flugzeug einen Transponder-Code zwecks Radarüberwachung im kontrollierten Flugraum.
Nicht zu vergessen ist die Navigationsplanung auf einem dafür vorgesehenen Formular, dem Nav-Log. Dort werden mit Hilfe der o.g. Navigations-Instrumente die Flugstrecken mit dem im Flugplan bereits in Kurzform genannten Daten in logischer Form niedergeschrieben. Sollten während des Fluges Abweichungen auftreten, beispielsweise der ETA, estimated-time-of-arrival, müßen diese dem ATC gefunkt werden. Der erste Überlandflug ist ziemlich anstrengend, die Arbeitsbelastung workload extrem hoch. Der Fluglehrer macht eigentlich die Arbeit, der Student staunt, wieviel Arbeit das Fliegen doch eigentlich verursacht. Der zweite Überlandflug verläuft dann schon wesentlich entspannter.
In der vierten Woche steht dann in der   Regel der dritte X-Country an, allerdings als Solo-Flug! Man plant besonders bedächtig und 'extrem' genau. Die ICAO-Karte wird sorgfältig nach markanten Navigationsmerkmalen abgesucht, man will sich ja schließlich nicht verirren. 'Hier unten' sieht irgendwie alles sehr ähnlich aus.....kaum Straßen, größere Städte oder sonstige, von Menschenhand erschaffene Strukturen.....das Thema Navigation ist somit ein sehr wichtiger Kernpunkt der PPL-Ausbildung bei südafrikanischen Flugschulen. Seit kurzem kann unsere Flugschule mit einer Neuerung aufwarten! Als erste Flugschule in Südafrika kann der Fluglehrer den Solo-Flug des Studenten per GPRS auf den Rechnern der Academy verfolgen...
"...What makes our school so unique is the fact that we can monitor the students solo flight to pin point accuracy. We are the first school in South Africa to do this. It is done by means of a receiver in the aeroplane which sends digital data via GPRS, Cell phone, Satellite and GPS the aeroplaines exact GPS position, speed, heading and altitude. This is a very valuable training and safety feature and now we can use this data to debrief the students and point out his or her mistakes..."
Zwar wird auch auf die Funktionsweise von ADF, VOR-Receiver und GPS eingegangen, Hauptaugenmerk liegt beim südafrikanischen PPL definitiv auf das Navigieren bei VMC, Visual-Meteorological-Conditions, also dem Sichtflug unter Sichtflugbedingungen. Schließlich kann die Funknavigation am Boden bzw. des Satelliten oder im Flieger ja auch mal ausfallen, und dann....?!
In der 6.-8. Woche steht die Praxis-Prüfung an. Es wird ein dreistündiger Navigationsflug geplant. Der Schüler muß alles selbst übernehmen, der Fluglehrer greift also nur in 'Notfällen' ein. Es wird ein unbemannter Flugplatz (airstrip) angeflogen, es handelt sich hierbei um eine Gras- oder Schotterpiste. Hier wird eine Vorsichts- oder Notlandung simuliert, precautional&forced landing, anschließend ein bemannter Flugplatz (controlled airfield) angeflogen. Dort werden dann 2 oder 3 Platzrunden geflogen: Wie arbeitet der Prüfling mit dem bemannten Tower zusammen, führt er die Flugrechtsregeln, insbesondere Funkverkehr und Fliegen der entsprechenden Procedures, korrekt aus? Abschließend geht es zurück zum Airport oder Airfield der Flugschule. Im GFA werden noch mal (kritische) Flugsituationen geübt wie etwa Stalls, Spins, Climbing turns, Descending turns, Rate-1-turns, etc. Dann sind die 3 Stunden aber auch um, "endlich" denkt sich der Prüfling. Es folgt die "Manöverkritik" mit dem Flugprüfer. Es werden Punkte lobend hervorgehoben, aber auch Schwächen angesprochen.
Bei der Prüfung soll der Schüler beweisen, dass sich dieser in verschiedenen Flugräumen korrekt verhält, insbesondere muß er den Funkverkehr auf verschiedenen Frequenzen selbständig durchführen können. Diese Prüfung ist der eigentliche Höhepunkt der PPL-Ausbildung: das gesamte zuvor erlernte theoretische und praktische Wissen kommen hier voll zum Zuge.
A-N-C: das ist die goldene Regel der Fliegerei:
AVIATE - NAVIGATE - COMMUNICATE!
Eine Herausforderung, die seinesgleichen sucht - man beachte auch die diversen YouTube Videos zur PPL-Ausbildung im generellen.
Hat man es in 6-8 Wochen geschafft, und verbleiben noch freie Tage bis zum Abschied von der Flugschule und dieser faszinierenden Landschaft, ist hire&fly angesagt. Oder einfach mal Ausspannen und die Landschaft vom Boden aus bewundern, der Free State und die Drakensberge haben sehr viel zu bieten...hier eine kurze Zusammenfassung der lokalen Ausflugsmöglichkeiten. Oder man setzt seine Ausbildung direkt mit dem Erwerb der Nacht-Flugberechtigung (night rating) fort. Je nach zeitlichen und finanziellen Restriktionen könnte der frisch gebackene Pilot sich aber auch zur Ausbildung zum Berufspiloten entschließen. Zu den verschiedenen preisgünstigen Gestaltungs- möglichkeiten einer CPL-Ausbildung (Single Engine/IFR Com. oder Multi Engine/IFR Com). bei der Flugschule gibt es ein gesondertes Kapitel. Viele entschließen sich zur Fortsetzung mit dem CPL entweder direkt nach der PPL-Ausbildung, oder wie einige andere durch Blöcke über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren. In Deutschland geflogene Stunden werden hierbei angerechnet.
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